Verpflegungsdienst Teil1

Teil 2

Als Teil der rückwärtigen Dienste erstreckte sich der Verpflegungsdienst im Bereich der Sicherstellung über alle Waffengattungen und Spezialtruppen der Landstreitkräfte. Hierzu verfügten die Versorgungszüge bzw. -gruppen über die notwendigen Geräte und Technik zur Zubereitung, Lagerung und Transport der Truppenbeköstigung. Jede Division hatte darüber hinaus eine Feldbäckerei. Die Technik wurde vorwiegend aus DDR-Produktion bezogen. Hierdurch wurde ein hohes Maß an Qualität und Hygiene in der Herstellung der nationalitätentypischen Gewohnheiten bei der Truppenverpflegung erreicht und die standardisierten Baugruppen der Küchentechnik und der Fahrzeuge ermöglichten durch den Bezug aus eigenen Werken auch eine Einsparung von Valuta.

Zur Technik der Truppenverpflegung gehörten neben den gezogenen Feldkochgeräten, der sogenannten Gulaschkanone, auch Wasserfilterstationen vom Typ WFS 2.72 auf 1achs-Anhänger und WFS 3M im Container auf TATRA 148 (diese Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen wie auch die Brunnenbohranlagen waren den Pioniereinheiten zugeordnet). Der Wassertransport erfolgte in flexiblen Behältern bis 4600 l Inhalt auf Lkw-Pritsche, in 1achs-Anhängern WTA-900, WTA-930, in 2achs-Anhängern WTA HL50.45.12 und in Tankwagen G 5, SIL-130 und URAL 375D. 

GAS 63 Kofferfahrzeug als Brottransporter bei der Feldbackanlage FBA 52. (Umbaumodell)

Das Vorbild war hier ab 1952 bei der KVP und ab 1956 dann bei der NVA eingesetzt. 


 IFA S-4000 mit Küchenaufbau aus Wehrmachtsbeständen in den ersten Jahren nach der NVA-Gründung (Umbau)

IFA S-4000 Versorgungsfahrzeug zum Transport palettierter, in größeren Verpackungseinheiten und/oder in Gebinden zu transportierender Ware 

Der geländegängige Lkw IFA G-5 diente im Bereich Feldbackanlage auch als Mehltransporter und zum Ausfahren

der fertigen Brote. Die Straßen- und Geländenutzlast betrug 5,0 bzw. 3,5 t 

IFA G-5(K) als Küchenfahrzeug zur Herstellung von Warmverpflegung. Die Einführung erfolgte ab 1964, der Küchen-G5 wurde ab 1980 von URAL mit LAK (KüE I) und W50 mit LAK (KüE II) abgelöst. Diese beiden Modelle sind in TEIL II abgebildet

 Anhänger dieser Standardkoffer-Bauart E5(K) dienten in der Feldbackanlage für die Teigbereitung, Lagerplatz für den

Sauerteig und für die Teigverarbeitung. Die Anhänger hatten Türen an Front- und Stirnseiten und waren mit Übergängen

versehen durchgehend nutzbar

 Schema einer Feldbackanlage

(Diese Abbildung wurde aus dem nva-forum.de kopiert und dient hier zum besseren Verständnis des Gesamtablaufes. Der Urheber ist leider unbekannt.)

 

Der Wassertransportanhänger WTA-1000/57 diente zur Trinkwasserversorgung ab 1957 und wurde durch den WTA-900 ab 1966 abgelöst (Komplett Eigenbau)

 

Die wohl wichtigste Kanone der Armee: Die Gulaschkanone.

Das Bild zeigt die Feldküche FKü 180-72. Das Original wurde ab 1972 im Kombinat NAGEMA, Betriebsteil VEB Wärmegerätewerk Dresden für die Bewaffneten Organe der DDR produziert und dient selbst 20 Jahre nach der Auflösung der NVA noch als Imbiß am Straßenrand.  (Komplett Eigenbau)

ROBUR LO 1800A Verpflegungstransporteinrichtung VTE als Vorratslager mit angehängter Feldküche FKü 180-72 als Kochherd.

Zusammen stellte diese Einheit die Truppenversorgung bis zu 180 Soldaten sicher. (Komplett Eigenbau)

 

LO 1800A VTE mit FKü 180-72 (Komplett Eigenbau)

Die Feldküche FKü 180-72 

IFA W-50 mit FKü 180-72 (Modell KEHI), die Abstützung ist noch in Arbeitslage.

Feldküche FKü 100/57 (Komplett Eigenbau) 

 Insgesamt gab es bei der NVA die Feldküchen-Typen FKü 100-57, 120-88, 180-52, 180-62 und 180-72,

alle aus DDR-Produktion des VEB Wärmegerätewerk Dresden, im Betrieb des VEB Kombinat NAGEMA in Cossebaude

 Wassertransportanhänger WTA-900 auf Einachs-Fahrgestell EGF 1,2 (Einführung bei der NVA ab 1966) - (Komplett Eigenbau)

 

IFA W-50LS mit Auflieger zum Stückguttransport (Umbaumodell)

IFA W-50LA/A Kühlzug (Umbaumodell)

IFA W-50LA/A

 

 Anhänger E 3 (links) und Anhänger HL-60 (rechts)

Pritschenanhänger auf Einachs-Fahrgestell EGF 1,2 (Komplett Eigenbau)

 

 

Letzte Änderung: 14.11.2010

  

Nach oben