FlaRaketen "NEWA"

Ab 1970 setzte die NVA den Luftverteidigungskomplex S-125 NEWA als Zwillings-Startrampe zu Ausbildungszwecken ein. 1974 folgte dann der effektivere Vierling. Dieser Komplex war bestimmt zur Bekämpfung von Luftzielen in geringen und extrem geringen Höhen, speziell auch gegen Marschflugkörper, Erd- und Seeziele. Die Rakete 5W27 war zweistufig, Start- und Marschtriebwerke in Feststoffausführung. Die maximale Zielhöhe lag bei 18 km. Der Komplex bestand im Wesentlichen aus der Raketenleitstation (RLS) mit Leit- und Rechnerkabine (UNK), Stromversorgungskabine (RKU), 4 Startrampen 5P73 mit je 4 Lenkflugkörpern, SIL-131 Transport-Lade-Fahrzeug PR14AM mit 2 Raketen, SIL-131 Transportfahrzeug PR-14A als Sattelauflieger und als Antennenposten (UNW) die Radarerfassungsstationen (Rundblickstationen) P-15 oder P-18. Es gab bei der NVA 28 Vierlings-Startrampen.

Vierlings-Startrampe 

In der NVA waren die der Luftverteidigung zugeordneten NEWA-Rampen nicht mobil, sondern in ausgebauten

Stellungen zum Objektschutz vorgesehen. 

SIL-131 Transport-Ladefahrzeug PR14AM mit zwei Raketen 5W27U

Elektroaggregat ÄSD-200/5E96. (Eigenbau, Hängerrahmen Modelltec)

Die Abgasanlage dieser 200-Kw-Station war wärmeisoliert, ebenfalls gekühlt wurde die gesamte Kabine. Die heißen Abgase der beiden 100-Kw-Generatoren wurden in den Kühltonnen abtemperiert, somit konnten die Kraftwerkskomplexe der Radar- und FlaRaketenstandorte durch die gegnerische Thermoaufklärung nicht erfaßt werden. (Das Modell ist bis auf das Fahrgestell von Modelltec kompletter Eigenbau)

 

ÄSD-200/5E96 (Eigenbau, Hängerrahmen Modelltec)

 

Hier noch einmal der SIL-157 mit der Rundblickstation P-15. 

SIL-131 Antennenfahrzeug mit der P-19.  

Ein Teil des Komplexes RBS-19

 

Letzte Änderung: 31.08.2010

  

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