Container-FlaRaketen "S-300PMU"

 Die NVA beschaffte 1988 den ersten hochmobilen Fla-Raketen-Komplex S-300PMU "ANGARA" (SA-10b GRUMBLE), der als Basistyp den MAS-543 für die Haupt- und Nebenstartrampen und für die Aufhell- und Leitstation hatte. Zu einem Komplex gehörten vier Haupt- und 8 Nebenstartrampen, die Aufhell-und Leitstation 30N6 und Sattelzugmaschinen MAS-537G für die hydraulische Antennenmastanlage 40W6M, 25 Kofferfahrzeuge, 24 Sattelzugmaschinen mit Aufliegern und 9 Anhänger. Die aus dem Container senkrecht verschossene Fla-Rakete 5W55R erreichte sehr schnell und hoch fliegende Ziele, war aber auch gut geeignet gegen Ziele mit kleinen Reflexionsflächen und in extrem niedrigen Höhen. Die Rakete wurde mit Hilfe eines Gasdruck-Generators senkrecht gestartet und neigte sich dann in ca. 25 m Höhe in Richtung des Ziels. Das System hatte eine kurze Reaktionszeit, konnte alle 3 Sekunden eine Rakete starten und war im hohen Maße automatisiert. Es konnte 9 Ziele gleichzeitig verfolgen und jeweils ein- bis zwei Raketen auf maximal 6 verschiedene Ziele starten. Der Komplex wurde 1990 an die Sowjetunion zurückgegeben, die Bestellung eines zweiten Komplexes wurde storniert.

MAS-543 mit S-300PMU - Hauptstartrampe 5P85SU in Marschstellung. 

Hauptstartrampe in Feuerstellung.

Aus den Containern heraus wurden die Fla-Raketen gestartet. 

Nebenstartrampe 5P25DU ohne Kommandokabine. 

Nebenstartrampe in Feuerstellung. 

Aufhell- und Leitstation 30N6. 

KrAS-260W Sattelauflieger als Ladefahrzeug 5T99M mit 4 Fla-Raketen-Containern.

KrAS-260  

KrAS-260 Pritsche/Plane als EWZ-Fahrzeug.

MAS-537G Sattelzugmaschine  (Eigenbau)

 

 

Letzte Änderung: 21.06.2009

  

 

 

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